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Vienna City Marathon, 25. Mai 2003. Foto mit freundlicher Genehmigung von http://www.actionphoto.net/Der lange Weg zum ersten Wettkampf

Das zuvor beschriebene Trainingsprogramm behielt ich ziemlich lange bei. Allerdings begann ich mich langsam zu fragen, ob ich nicht auch größere Entfernungen zurücklegen könnte. Interessanterweise reizte mich bereits damals vorwiegend die Distanz und nicht so sehr die Geschwindigkeit. Ich begann also damit, den Wochenend-Lauf zu verlängern.

Diese langen Einheiten bereiteten mir viel Freude, und sie wurden zum wohl wichtigsten Bestandteil meines Trainings; am Ende des Jahres 1996 konnte ich bereits ohne Schwierigkeiten über 30 Kilometer "am Stück" bewältigen, und jede Woche legte ich an den drei Trainingstagen insgesamt fast 60 Kilometer zurück.

Da drängt sich natürlich die Frage auf, ob ich damals bereits an die Teilnahme an Wettkämpfen dachte. Die Antwort ist ein klares Nein! Ich wusste zu dieser Zeit nicht einmal von der Existenz einer so großen Zahl von Laufveranstaltungen für jedermann. Als ich im Jahr 1997 die Fernseh-Übertragung des Wien-Marathons verfolgte, bewunderte ich die tausenden Läuferinnen und Läufer. Ich dachte aber nicht im entferntesten daran, dass ich einmal selbst einer von ihnen sein könnte. Ich sah einfach keinen Zusammenhang zwischen solch einer Veranstaltung und meinem Lauftraining.

War es überhaupt ein wirkliches Training? Schließlich trabte ich nur so durch die Gegend. Die Geschwindigkeit war mir zwar nicht so wichtig, ein bisschen mehr Tempo wäre aber vielleicht dennoch nicht schlecht... Dieser Gedanke führte dazu, dass ich mir mein erstes konkretes Ziel setzte: ich wollte die Hälfte meiner "kurzen" Trainingseinheit mit einer Geschwindigkeit von 5 Minuten pro Kilometer laufen.

Ich hatte zu dieser Zeit zwar noch nichts von Intervalltraining gewusst - dennoch begann ich, jeweils einen Kilometer "schnell" und den nächsten "langsam" zu laufen. Mein Gefühl sagte mir, dass dies der Weg zum Erfolg war. Irgendwann probierte ich dann zwei Kilometer am Stück in "schnellem" Tempo, und es dauerte nicht lange, bis ich auch mein eigentliches Ziel erreicht hatte.

Das Jahr neigte sich dem Ende zu, und irgendwo hörte ich etwas von einem Silvesterlauf auf der Wiener Ringstraße. Ich war mir lange Zeit nicht sicher, ob ich es wagen sollte, daran teilzunehmen. Erst am Tag des Laufes begann ich, nachzuforschen, was man überhaupt tun muss, um mitlaufen zu dürfen. Ich rief bei der Wiener Stadtinformation an und bekam tatsächlich die nötigen Informationen.

Also meldete ich mich zwei Stunden vor dem Start für den Lauf an, und um Punkt 14 Uhr begann mein erster Wettkampf. Ich legte die 5,4-km-Runde in 23:59 Minuten zurück und war von dem Erlebnis beeindruckt. Sofort wusste ich, dass ich so etwas unbedingt wieder machen muss...


© Pascal Le Bail. Letzte Änderung: 27. 7. 2004